HILFE IM EIGENEN LAND - Katastrophenhilfe Österreich

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Benjamin

Benjamin leidet am sogenannten Dandy Walker Syndrom, eine Entwicklungsverzögerung. Er spricht schlecht und hat eine Gehbehinderung. Benjamin wohnt/e gemeinsam mit seiner 72-jährigen Mutter, die sich bisher aufopfernd Tag und Nacht um ihn gekümmert hat. Sie erlitt vor ein paar Tagen einen Schlaganfall. Ob sie jemals wieder nachhause kann ist ungewiss. Zwischenzeitlich kümmern sich die Nachbarinnen von Benjamin rührend um ihn. So konnte verhindert werden, dass er in ein Heim gebracht wird. Jedoch braucht er Hilfe von allen Seiten, so auch  persönliche Assistenz. Wir sammeln Spenden, damit Benjamin Assitenzstunden bekommen kann, die ihm ein Alleinsein auf längere Sicht ermöglichen.

Bitte spenden Sie auf unser Spendenkonto:

Betreff: “Benjamin”

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
IBAN: AT25 3200 0000 1220 0002
BIC: RLNWATWW

 

Benjamin hat sich die Mühe gemacht, mithilfe seiner Nachbarin ein paar Zeilen an uns zu richten:

Hallo, ich bin Benjamin, 29 Jahre alt und wohne mit meiner Mama in Wien.

Auf Grund meiner Behinderung bin ich seit meiner frühen Kindheit auf Hilfe im Alltag angewiesen.

Bisher hat sich meine Mama liebevoll um mich gekümmert und darauf geachtet, dass es mir an nichts fehlt. Nur ein Mal in der Woche besucht mich Matthias, ein Mitarbeiter von Assistenz24.

Plötzlich und ganz unerwartet musste meine Mutter in der Nacht vom 5. Dezember ins Krankenhaus eingeliefert werden und ist seither nicht mehr nach Hause gekommen. Ich habe von diesem Zeitpunkt an nichts mehr von ihr gehört und sie auch nicht mehr gesehen.

Dies ist eine komplett neue Situation für mich, da ich noch nie zuvor alleine war und das machte mir Angst.

Kommunizieren fällt mir schwer, da man mich beim Sprechen schlecht versteht und das ist der Grund, warum sich Menschen nicht gerne lange mit mir unterhalten wollen. Wegen meiner Muskelprobleme, die vom Kopf ausgehen, habe ich auch beim Gehen Schwierigkeiten und verwende hierfür einen Rollator.

In den letzten Tagen kamen Matthias und seine Kollegen öfters als geplant bei mir vorbei, um mir zu helfen, meinen Tagesablauf zukünftig alleine zu gestalten.

Ich bemühe mich sehr und lerne auch sehr schnell dazu, allerdings schaffe ich nicht alles von heute auf morgen und daher muss ich noch mehrere Male die Hilfe von Matthias und seinen Kollegen in Anspruch nehmen. Allerdings fühle ich mich jetzt schon sicherer und kann für ein paar wenige Stunden mit meinem kleinen Hund alleine bleiben.

Eine Assistenz-Stunde kostet in etwa 22 Euro und da ich nun auf Grund der Abwesenheit meiner Mama mehrere Stunden benötige, bin ich wieder auf die Hilfe von fremden Menschen angewiesen. Zumindest bis nächstes Jahr, da ich vor habe einen Arbeitsplatz in einer Werkstätte zu bekommen.

In ein paar Monaten möchte ich versuchen alleine leben zu können, doch bis dahin brauche ich noch viel Unterstützung. Im Moment bin ich noch auf Hilfe bei der Körperpflege, beim Einkaufen und auch bei anderen Alltagsdingen, wie Essen zubereiten, angewiesen.

 

Mein größter Wunsch wäre es, wenn ich mit meiner Mama zusammen Weihnachten verbringen könnte, aber wahrscheinlich wird sie bis dahin nicht gesund sein.